Im Kurs lernen die Teilnehmenden Autodesk Fusion 360 von Grund auf kennen und arbeiten intensiv mit folgenden Inhalten:
– Skizzenerstellung und parametrische Konstruktion
(Linien, Rechtecke, Kreise, Polygone, Bemaßung, Splines, Projektionen)
– 3D-Modellierung im Modellbereich
(Extrusion, Drehen, Sweep, Rippen, Stege, Schalen, Verrundungen, Fasen, Bohrungen, Gewinde)
– Komplexe Modellbearbeitung
(Spiegeln, Anordnungen, Kombinieren, Maßstab, Verjüngung)
– Baugruppen und Komponenten inklusive Bewegungsabhängigkeiten
– Zeichnungsableitung für technische Dokumentation
– Rendering und Animation zur Visualisierung von Bauteilen
Fusion 360 wird dabei konsequent als Werkzeug genutzt, um konstruktions- und fertigungsgerechte 3D-Modelle zu erstellen.
Ja – das konstruktionsgerechte Design für den 3D-Druck ist ein zentrales Lernziel der Weiterbildung.
Die Teilnehmenden lernen unter anderem:
– wie Bauteile druckgerecht konstruiert werden (Wandstärken, Übergänge, Radien, Stabilität),
– wie Konstruktionen gezielt an Belastung, Orientierung und Material angepasst werden,
– wie CAD-Modelle in Autodesk Fusion 360 gezielt optimiert werden, um Festigkeit, Druckzeit und Materialverbrauch zu verbessern.
Besonders praxisnah ist die enge Verzahnung von CAD-Konstruktion und Slicer-Einstellungen:
– Anpassung von Modellen zur Erhöhung der Stabilität
– Berücksichtigung von Infill, Ausrichtung und Auflageflächen
– Konstruktive Anpassungen auf Basis von Druckergebnissen und Fehleranalysen
So wird nicht nur „gezeichnet“, sondern konstruiert mit Blick auf den realen Druckprozess.
Ja – die Weiterbildung ist stark praxis- und projektorientiert aufgebaut.
Praxisanteile sind unter anderem:
– Übungsaufgaben nach jedem Themenblock in Autodesk Fusion 360
– Kleine Praxisprojekte sowohl im CAD- als auch im 3D-Druck-Teil
Konkrete Anwendungen wie:
– Platzierung und Ausrichtung von Modellen im Orca Slicer
– Slicing-Prozesse für FDM-Verfahren (ev. auch SLA-Verfahren)
– Nachbearbeitung und Oberflächenfinish
– Fehleranalyse typischer Druckprobleme
Zum Abschluss setzen die Teilnehmenden ihr Wissen in einem kleinen Projekt um, das den gesamten Prozess abbildet: von der Konstruktion über die Druckvorbereitung bis zur Bewertung des Druckergebnisses.
Die Qualifikation zur CAD-Fachkraft 3D-Druck (HWK) ist branchenübergreifend einsetzbar und besonders dort gefragt, wo Konstruktion, Prototyping und individualisierte Bauteile eine Rolle spielen.
Besonders profitieren unter anderem:
– Maschinen- und Anlagenbau
Konstruktion von Funktionsteilen, Vorrichtungen, Halterungen und Prototypen sowie schnelle Anpassungen im Entwicklungsprozess.
– Produktentwicklung & Prototypenbau
Schnelle Umsetzung von Ideen in druckfähige Modelle, Visualisierung durch Rendering und Funktionsprüfung mittels FDM- oder SLA-Druck.
– Industrie & Fertigung
Erstellung von Hilfs-, Prüf- und Montagevorrichtungen sowie Ersatzteilen durch additive Fertigung.
– Handwerk & technische Gewerke
z. B. Metall-, Kunststoff-, Elektro- oder Modellbau: individuelle Bauteile, Kleinserien und passgenaue Lösungen aus eigener Konstruktion.
– Design, Medien & Kreativwirtschaft
Produkt- und Industriedesign, Gehäuse- und Formgestaltung, Visualisierung und Präsentation von Entwürfen.
– Medizintechnik & Dentaltechnik (grundlegend)
Konstruktion von Modellen, Haltevorrichtungen oder Prototypen unter Nutzung von SLA-Druckverfahren (je nach Einsatzbereich).
– Forschung, Bildung & Entwicklung
Einsatz von CAD- und 3D-Druck-Know-how für Versuchsaufbauten, Lehrmodelle und technische Demonstratoren.
Die Weiterbildung eignet sich besonders für Branchen, in denen digitale Konstruktion und additive Fertigung miteinander verzahnt werden.










